Traviata

La Traviata /Giuseppe Verdi

Staatstheater Braunschweig

 

ML: Gerd Schaller R: Kerstin Maria Pöhler B/K: Frank Fellmann

Violetta: Liana Aleksaniyan, Alfredo: Thomas Blondelle, Germont: Jan Zinkler

 

Die Ikonisierung unerfüllter Sehnsüchte

Violetta Valery ist Mittelpunkt und zugleich Opfer des Geschehens. Die göttlich erscheinende und vergöttlichte Frau steht einer sich ihrer Person bedienenden und sie zugleich mißbrauchenden Gesellschaft gegenüber. Sie wird zu einem Idol und somit zu einer Projektionsfläche der unerfüllten Sehnüchte ihrer Bewunderer. In dem Moment, in dem Violetta diese Rolle annimmt und sich zum Star küren läßt, ist sie Teil eines Systems, in dem sie nicht mehr selbstbestimmt sein darf. Dafür wird sie zunächst belohnt und später mit ihrem Leben bezahlen müssen.

 

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